Dresdner Linke bremst Entwicklung der Leipziger Vorstadt

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Die gestrige Stadtratssitzung wurde mit Spannung erwartet. Endlich sollte es im Fall der großflächigen Ansiedlung des Globus-Marktes auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofs zu einer wegweisenden Entscheidung kommen. Die Ortsbeiräte Neustadt und Pieschen hatten sich bereits mit großer Mehrheit gegen das Großprojekt ausgesprochen. Die Grünen und die SPD forderten folgerichtig in einem Antrag, den Aufstellungsbeschluss zum Bau des Großprojektes endlich aufzuheben. Das hätte das Aus des Projektes an diesem Standort bedeutet.

Leider hat nun die mehrheitliche Enthaltung der Linken dazu geführt, dass der Antrag abgelehnt wurde und es auf absehbare Zukunft keine zukunftsorientierte Lösung für das so wichtige Areal in der Leipziger Vorstadt geben wird. Wir sind nun mehr als enttäuscht, dass der Stadtrat es versäumt hat, die Entwicklung des Gebiets in vernünftige Bahnen, wie beispielweise Wohnungsbau zu lenken. Das Unverständnis gegenüber dem Abstimmungsergebnis der Linken, die ja genau mit diesem Thema die letzten Kommunalwahlen dominiert haben, ist deshalb äußerst groß.

„Mit diesem bislang unerklärbaren politischen Auftreten stiehlt sich die Linke aus der Verantwortung“, so Uwe Sochor, Gründer der Allianz für Dresden. „Die Enthaltung der Linken kommt einer Befürwortung der Expansion großflächigen Handels gleich. Damit vertreten sie in keiner Weise die Interessen des Mittelstandes, sondern begünstigen ein Projekt, das sowohl den kleinen und mittleren Handel als auch eine nachhaltige Entwicklung eines wertvollen, zentralen Stadtteils, der Leipziger Vorstadt, zerstört. Zunächst einmal hat das Abstimmungsergebnis aber vor allem eines gebracht: zähen Stillstand.“

Auch Dr. Martin Schulte-Wisserman, Stadtrat der Piratenpartei, äußert sich irritiert über die Enthaltung der Linken: „Das linke Wahlprogramm spricht sich gegen die Ansiedlung solcher Großprojekte wie Globus aus und steht für nachhaltige Politik sowie für die Schaffung neuen Wohnraums. Das Abstimmungsergebnis im Fall Globus spiegelt das linke Wahlprogramm in keiner Weise wider.“ Nicht nur ihm, sondern auch vielen anderen Dresdnern ist schleierhaft, wie dieser Stimmungsumschwung der Linkspartei innerhalb von nur zwei Jahren zustande kommt. So war man 2014 noch mehrheitlich auf der Seite von SPD und BündnisGrünen in der Ablehnung dieses „Monsterbaus“, und jetzt wird plötzlich der Schulterschluss mit CDU/FDP/AfD geübt.

Nun muss die Stadtverwaltung weiter für den Globus-Markt planen. Eine konfuse Situation, denn auf der anderen Seite wurde beschlossen, dass die Stadt einen Alternativstandort für Globus suchen soll. Jetzt muss also in beide Richtungen geplant werden – eine Verschwendung von Zeit und Geld, die dazu führt, dass das Potenzial der Leipziger Vorstadt und des Areals weiterhin brach liegen wird. „Wir werden uns aber allen Merkwürdigkeiten zum Trotz weiterhin für eine sinnvolle Nutzung stark machen und hoffen, dass sich auch die Linksfraktion irgendwann mal wieder an die Koalitionsvereinbarung von Rot-Rot-Grün gebunden fühlt und auch dementsprechend handelt“, so Sochor.

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Stadt soll Alternative für Globus suchen

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Endlich kommt wieder Bewegung in den Fall Globus. Die Stadtratskooperation aus LINKE, SPD, Grünen und Piraten hat einen Antrag an die Stadtverwaltung formuliert, in dem sie die Stadt dazu auffordert für das Handelsunternehmen Globus eine Alternativfläche zu finden (mehr dazu in der DNN: ). Das wäre ein großer Erfolg für die Zukunft der Leipziger Vorstadt!

Doch eines ist auch klar: Ein stadtverträgliches Grundstück zu finden, das den Anforderungen von Globus genügt, wird eine Herausforderung! Außerdem ist es jetzt an der Zeit noch einen Schritt weiterzugehen:

„Bei aller Suche nach Alternativstandorten wäre es gleichzeitig für den Stadtrat an der Zeit, das verfehlte Großvorhaben am Alten Leipziger Bahnhof per Aufhebungsbeschluss zu beerdigen“, so Diego Schwarz, Leiter des Dresdner Kreisverbandes beim Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW). „Das wäre konsequentes politisches Handeln. Das Zögern von der Rot-Grün-Rot in dieser Frage ist nicht nachvollziehbar. Die Ideen des Pirnaer Architekten Jörg Möser und die prämierte Diplomarbeit von Maximilian Kunze sind realistische Konzepte und gehen respektvoll mit dem historischen Bahnhof um. Käme der Aufhebungsbeschluss, könnten diese Entwürfe zeitnah durch einen neuen Eigentümer umgesetzt werden.“

 

Kein Globus bis 2016!

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Stadtrat neu

Linke, Grüne, SPD und Piraten stellen ihre neue Kooperationsvereinbarung vor: Eva Jähningen (Grüne), Norbert Engemaier (Piraten), Albrecht Pallas (SPD), Annekatrin Klepsch (Linke), Michael Schmelich (Grüne), André Schollbach (Linke) (v.l.n.r.)

Es geht voran: Heute stellten die zukünftigen Stadtratskandidaten der Linken, Grünen, SPD und Piraten ihren sogenannten Kooperationsvertrag der Öffentlichkeit vor. Darin haben sie die wichtigsten gemeinsamen Ziele festgehalten.

In Bezug auf den Masterplan Leipziger Vorstadt haben sich die Fraktionen darauf geeinigt, bestehende Baupläne vorerst zu stoppen. „Wir werden die Überarbeitung des Masterplanes in Auftrag geben“, so SPD-Landtagsabgeordnete und Dresdner SPD-Chefin Sabine Friedel. „Doch dafür brauchen wir die entsprechenden Grundlagen vom Land Sachsen – besonders hinsichtlich des Hochwasserschutzes. Die Überarbeitung soll bis 2016 abgeschlossen sein. Bauprojekte wie das Einkaufszentrum Globus oder die Hafen City werden wir bis dahin nicht zulassen.“ Konkrete Pläne für das Gebiet gäbe es bislang keine, jedoch bevorzuge man die Lösung einer Wohnbebauung und wolle den kleinteiligen Handel förden. Dies widerspricht der geplanten Änderung des Flächennutzungsplans (von „Verkehrsfläche Bahnanlagen einschließlich Bahnhöfe und Haltepunkte“ zu “Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung großflächiger Einzelhandel”) des alten Stadtrates und orientiert sich am bestehenden Masterplan. Ein gutes Zeichen für eine positive und einwohnerfreundliche Entwicklung der Leipziger Vorstadt!

KooperationsvereinbarungAls weiteres wesentliches Ziel wollen sich die Dresdner Politiker für bezahlbares Wohnen einsetzen. Der Wiederaufbau eines kommunalen Wohnungsbestandes steht dabei im Mittelpunkt und soll konkret mit Hilfe eines Bündnisses für bezahlbares Wohnen sowie der Gründung einer neuen Wohnungsgesellschaft realisiert werden. Letztere wollen die Fraktionen noch 2014 auf den Weg bringen. „Ein schuldenfreier Haushalt ist dabei für uns die Maßgabe“, bekräftigt Michael Schmelich (Grüne).

Der Zusammenschluss von Parteien als Kooperation (statt als Koalition) ist in Sachsen ein Novum. Mit der Kooperationsvereinbarung wollen die Parteien weg vom Koalitionszwang und ihre Eigenständigkeit bewahren. Sie sei eine stabile Grundlage für die folgende gemeinsame Arbeit, so André Schollbach, Fraktionsvorsitzender der Linken. Die Festlegungen der Kooperationsvereinbarung seien also auf jeden Fall gesetzt. Bei anderen, noch nicht geklärten, Fragen bemühe man sich um Einigkeit. Diese sei jedoch kein unabdingbares Muss. Falls die Parteien trotz intensiver Diskussionen zu keinem Konsens gelangten, würde die Abstimmung im Stadtrat darüber entscheiden. Politische Entscheidungen sollen so fach- und themenbezogen gefällt werden. „In der Vergangenheit wurden die Prinzipien der Stadtentwicklung einfach weggewischt“, sagt Albrecht Pallas (SPD). „Das sieht man beispielsweise an der Missachtung des Zentrenkonzepts. Solche Fehler sollen in Zukunft vermieden werden.“

Übersicht Stadtratskandidaten II (SPD, FDP, Freie Bürger, PIRATEN, AfD)

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SPD

 

WK01 SPD-1 Axel BergmannAxel Bergmann (Listenplatz 1), Wahlkreis 1 (Mitte)

„Ich stimme gegen GLOBUS, weil es besser wäre, auf dieser innenstadtnahen Fläche ein attraktives, gemischtes und durchgrüntes Wohnquartier zu entwickeln. Die wachsende Stadt Dresden hat die Kraft dazu.“


WK01 SPD - 2 Jutta Petzold-HermannDr. Jutta Petzold-Herrmann (Listenplatz 2), Wahlkreis 1 (Mitte)

„Ich werde mich, sollte ich am 25.05.2014 in den Stadtrat gewählt werden, dafür einsetzen, dass sich der Globus-Markt nicht in der Leipziger Vorstadt ansiedelt. Mein Anliegen ist es u.a., mich vordringlichst für sozialen Wohnungsbau in innerstädtischen Bereichen einzusetzen. Das bedeutet natürlich nicht mehr, triste Wohnsiedlungen zu errichten. Vorstellbar ist anstelle des Marktes ein lebendiges Quartier für Wohnen, Gewerbe, kleinteiligen Handel, Kinder- und Jugendeinrichtungen (Spielplatz, Skaterbahn usw.), mit einem Stadtteilzentrum, das von allen genutzt werden kann. Grünflächen und variabel einsetzbare Freiflächen gehören dazu. Die historischen Bahnanlagen könnten mit gesonderter Nutzung eingegliedert werden. Ich denke, damit würde sich die Leipziger Vorstadt in das städtebauliche Gesamtkonzept der Stadt gut einfügen und Wohnen in Dresden wieder eine Bereicherung erfahren.“


WK04 SPD-2 Bernd JurschBernd Jursch (Listenplatz 2), Wahlkreis 4 (Nord)

„Als Stadtrat werde ich mich gegen Globus einsetzen. Mein Fokus liegt dabei auf den Punkten: Erhöhte Umwelt- und Lärmbelastung durch sich enorm verstärkendes Verkehrsaufkommen und schon jetzt bestehende Überversorgung mit Einzelhandelsfläche in Dresden. Als Anwohner vom Elbepark (Lommatzscher Straße), weiß ich, wovon ich in punkto Umwelt- und Lärmbelastung spreche.“


WK05 SPD - 1 Peter LamesDr. Peter Lames (Listenplatz 1), Wahlkreis 5 (Elbhang)

„Globus würde die Versorgung der Bevölkerung eher verschlechtern als verbessern, weil viele wohnortnahe Läden gefährdet wären. Der Autoverkehr würde zunehmen. Eine innenstadtnahe Fläche ginge für die dringend benötigte Wohnbebauung verloren. Deshalb habe ich, wie die SPD insgesamt, gegen Globus gestimmt. Dabei wird es bleiben.“


WK06 SPD - 1 Christian BoeslChristian Bösl (Listenplatz 1), Wahlkreis 6 (Striesen)

„Ich bin gegen das Globus-Projekt. Wir brauchen diesen wertvollen innerstädtischen Boden für einen neuen Stadtteil mit bezahlbaren Wohnungen, kleinen Geschäften und Platz für Ideen: urban, kreativ, barrierefrei, menschlich.“

 


WK06 SPD - 2 Doreen HaymDoreen Haym (Listenplatz 2), Wahlkreis 6 (Striesen)

„Eine Stadt die jährlich wächst, braucht eine verlässliche Stadtplanung. Lieber Kultur, Wohnungen, ein lebendiges Stadtquartier als ein überdimensionierter Globus.“


WK08 SPD-1 Michael BäuerleMichael Bäuerle (Listenplatz 1), Wahlkreis 8 (Leuben)

„Ich stimme gegen Globus, weil eines meiner wichtigsten politischen Ziele die Erhaltung und Förderung des Kleingewerbes ist. Nur so können die Ortskerne als quicklebendige Ansammlung kleiner Geschäfte und Kulturzenten als liebenswerte Lebensräume der Dresdner erhalten bleiben.“


WK09 SPD -1 Dorothee MarthDorothée Marth (Listenplatz 1), Wahlkreis 9 (Prohlis)

„Ich bin GEGEN das Globus-Projekt am Alten Leipziger Bahnhof, weil wohnortnahe Versorgung und lebendige Ortsteilzentren wichtiger für die Menschen sind als ein weiterer seelenloser Konsumtempel.“

 


Albrecht Pallas SPD Sachsen Kanidaten 12.03.2014  @ Goetz SchleserAlbrecht Pallas (Listenplatz 1), Wahlkreis 10 (Süd)

„Das GLOBUS-Projekt lehne ich ab. Ich möchte weder Verkehrs-Chaos in der Innenstadt noch ein Händler-Sterben in der Neustadt und Pieschen. An anderer Stelle ist ein Globus-Markt vorstellbar.“

 


WK10 SPD - 2 Dana FrohwieserDana Frohwieser (Listenplatz 2), Wahlkreis 10 (Süd)

„Die SPD kämpft aus guten Gründen gegen das Globus-Projekt. Wir wollen ein Innenstadtquartier mit Mietwohnraum, Kultur, kleinem Gewerbe und Grünflächen und kein autofixiertes Einkaufszentrum, das für mehr Verkehr sorgt und Existenzen von kleinen, wohnortnahen Einzelhändler/innen vernichtet. Ich werde im Stadtrat für ein lebendiges Quartier kämpfen.“


WK11 SPD - 1 Wilm HeinrichWilm Heinrich (Listenplatz 1), Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

„Im Stadtrat habe ich gemeinsam mit der gesamten SPD-Fraktion gegen das Globus-Projekt gestimmt, dabei bleibt es.“

 


Jessika Markert (Listenplatz 2), Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

„Globus? Ohne mich! Dresden braucht diesen Koloss nicht. Vielmehr muss die wohnortnahe Versorgung in den Stadtteilen bewahrt und gestärkt werden. Als Löbtauer Kandidatin lehne ich die Globuspläne ab, da ich Umsatzrückgänge und Ladensterben auch an der Kesselsdorfer Straße befürchte.“


WK12 SPD - 1 Peter BartelsPeter Bartels (Listenplatz 1), Wahlkreis 12 (West)

„Dresden braucht keine weiteren überdimensionierten Einkaufszentren an der falschen Stelle, 
Dresden braucht mehr Wohnungen. Die innenstadtnahen Flächen in der Pirnaischen Vorstadt 
bieten dafür Potenzial und sollten nicht vergeudet werden. Deshalb bin ich gegen Globus.“


WK12 SPD - 2 Andreas BarthAndreas Barth (Listenplatz 2), Wahlkreis 12 (West)

„Ich bin gegen einen Globusmarkt! Wir haben jetzt schon zu viele Einkaufstempel. Was wird aus den kleinen Läden auf der Leipziger Str.? Die Mälzerei ist schon fast leer. Wir haben es im Dresdner Westen doch erlebt. Im ehem. Straßenbahnhof Naußlitz hat Kaufland auf- und in Gorbitz haben viele Läden dicht gemacht (Kess Center/Gorbitzhof). Man kann die Fläche auch als Kulturinsel gestalten. Das würde besser in unsere Stadt passen.“


Nicht geäußert haben sich:

Wk 2 (Neustadt): Johanna Thoelke (LP 2)
WK 3 (Pieschen): Karin Luttmann (LP 2)
WK 4 (Nord): Katharina Schubarth (LP 1)
WK 5 (Elbhang): Kristin Sturm (LP 2)
WK 7 (Tolkewitz): Thomas Blümel (LP 1), German Levenfus (LP 2)
WK 8 (Leuben): Jacquelin-Annett Künzel (LP 2)
WK 9 (Prohlis): Michael Jakisch (LP 2)

WK=Wahlkreis; LP=Listenplatz

 

FDP

 

WK01 FDP - 1 Barbara LässigBarbara Lässig (Listenplatz 1), Wahlkreis 1 (Mitte)

„Die Globus-Ansiedlung am alten Leipziger Bahnhof ist aus meiner Sicht die letzte Chance, einen Teil der historischen Bahnhofsgebäude zu erhalten.“


WK04 FDP - 1 Holger HaseHolger Hase (Listenplatz 1), Wahlkreis 4 (Nord)

„Ich unterstütze die FDP-Positionierung für eine Globus-Ansiedlung, um diese innerstädtische Brachfläche wiederzubeleben und dabei das historische Bahnhofsgebäude erhalten zu können.“

 


WK11 FDP - 1 Christoph BlödnerChristoph Blödner (Listenplatz 1), Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

„Ich unterstütze die FDP-Positionierung für eine Globus-Ansiedlung, um diese innerstädtische Brachfläche wiederzubeleben und dabei das historische Bahnhofsgebäude erhalten zu können.“

 


WK12 FDP - 1 Dr. Frank KroschinskyDr. Frank Kroschinsky (Listenplatz 1), Wahlkreis 12 (West)

„Ich bin für Globus, weil mich das Konzept in seinen ganz verschiedenen Facetten überzeugt. Ohne das finanzielle Engagement eines Investors wird auf dem Areal in den nächsten Jahren nichts passieren, da der Stadt kurz- und mittelfristig die Mittel zur Entwicklung der Fläche fehlen werden.“


Nicht geäußert haben sich:

WK 1 (Mitte): André Schindler (LP 2)
WK 2 (Neustadt): Mirko Sennewald (LP 2)
WK 3 (Pieschen): Marko Beger (LP 2)
WK 4 (Nord): Torsten Schlegel (LP 2)
WK 5 (Elbhang): Dr. Thoralf Gebel (LP 1), Dietmar Fischer (LP 2)
WK 6 (Striesen): Carsten Biesok (LP 1), Torsten Herbst (LP 2)
WK 7 (Tolkewitz): Burkhard Vester (LP 1), Michael Deutschmann (LP 2)
WK 8 (Leuben): Sven Gärtner (LP 1), Christopher Scholz (LP 2)
WK 9 (Prohlis): Jens Genschmar (LP 1), Martin Pätzug (LP 2)
WK 10 (Süd): Holger Zastrow (LP 1), Ina Fischer (LP 2)
WK 11 (Löbtau/Plauen): Dietmar Keil (LP 2)
Wk 12 (West): Jörg Prenzel (LP 2)

WK=Wahlkreis; LP=Listenplatz

 

Bündnis Freie Bürger

 

WK01 Freie Bürger - 2 Norbert RostNorbert Rost (Listenplatz 2), Wahlkreis 1 (Mitte)

„Ich stimme gegen Globus, weil die Stadt genug Handelsflächen hat, Groß-Händler Kaufkraft von kleinen Händlern absaugen und Verkehr hervorrufen. Dresden braucht aber quartiersnahe Handelsstrukturen, energiearmen Verkehr und Unternehmensvielfalt.“


Franz-Josef Fischer (Listenplatz 1), Wahlkreis 4 (Nord)

„Natürlich bin ich für eine Verschönerung des Geländes des Alten Leipziger Bahnhofs!“


WK05 Freie Bürger - 1 Jan KabothJan Kaboth (Listenplatz 1), Wahlkreis 5 (Elbhang)

„Bis zur Entscheidung für die Ansiedlung von Globus habe ich in den letzten Monaten sehr intensiv und kontrovers mit Vielen diskutiert und die Entscheidung ist mir sicherlich nicht leicht gefallen. Aber noch ist der alte Leipziger Bahnhof eine Industriebrache, an die sich vielleicht schon Einige gewöhnt haben. Auch aus städtebaulicher Sicht ist die Revitalisierung eine hervorragende Chance, das Areal attraktiver zu gestalten. Es fehlt an Alternativen, um den Stillstand zu beenden. Bei mir hat sich kein Interessent gemeldet. Zudem schadet ein neuer Konkurrent auf dem Markt Dresden sicher nicht. Im Gegenteil.“


WK06 Freie Bürger -  1 Albrecht LeonhardtDr. Albrecht Leonhardt (Listenplatz 1), Wahlkreis 6 (Striesen)

„Ein so großes innerstädtisches Areal für den Bau eines Supermarktes zu verschwenden, ist für mich der bisherige Tiefpunkt der Städteplanung von Dresden. Einfallslos, beliebig, austauschbar! Nicht Globus hat versagt, die Stadt trägt die Verantwortung!“


WK08 Freie Bürger - 1 Anita KöhlerAnita Köhler (Listenplatz 1), Wahlkreis 8 (Leuben)

„Es geht nicht nur um Globus. Es ist höchste Eisenbahn, das Denkmal Alter Leipziger Bahnhof zu erhalten. Globus ist ein Investor, der diese Ruine und das gesamte historische Areal aufbauen will.“

 


WK09 Freie Bürger - 1 Ronald KramerRonald Kramer (Listenplatz 1), Wahlkreis 9 (Prohlis)

„Durch Einkaufscenter wird zusätzlicher Verkehr generiert. Die Lebendigkeit und die Infrastrukturen des Umfeldes werden negativ beeinflusst. Ich werde mich gegen einen Globusmarkt einsetzen.“


WK10 Freie Bürger - 1 Christoph HilleChristoph Hille (Listenplatz 1), Wahlkreis 10 (Süd)

„Was wir anstreben sollten, sind funktionierende, kleinteilige Wohngebiete, verkehrsberuhigt und mit allen Angeboten, vom Arzt über die Apotheke bis zum Lebensmittelmarkt. Was bedeutet GLOBUS? Die weitere Zerstörung eben dieser Mischgebiete.“


WK10 Freie Bürger 2 Michael HauckMichael Hauck (Listenplatz 2), Wahlkreis 10 (Süd)

„Grundsätzlich begrüße ich Großvorhaben mit Stadtgebietsaufwertung. Doch nachdem in unmittelbarer Nähe des GLOBUS-Gebietes am Albertplatz schon ein großes und wiederholt nachgebessertes Einkaufgebiet nicht nur für die Neustadt entsteht, habe ich meine Zweifel, ob ein noch größeres Einkaufszentrum fast in der Nachbarschaft noch sinnvoll ist.“


Thomas Lischke (Listenplatz 2), Wahlkreis 2 (Löbtau/Plauen)

„Ich bin für die Ansiedlung von Gewerbe wie Globus in Dresden. Allerdings ist die geplante Verkaufsfläche deutlich überdimensioniert und ist zu Gunsten einer verteilten Versorgungsstruktur zu reduzieren.“


WK12 Freie Bürger - 1 Monika Rettich

Monika Rettich (Listenplatz 1), Wahlkreis 12 (West)

„Dresden hat genügend Handelsflächen. Stadtraumzerstörung mit einem Hypermarkt und 1.100 Parkplätzen. Dresdner Einzelhandel wird Kaufkraft entzogen, und damit unweigerlich die z.T. fragile Einzelhandelstruktur in den Stadtteilen ausdünnen – auch in Cotta! Das widerspricht maximal dem Ziel, Dresden als „Stadt der kurzen Wege“ zu entwickeln. Für die Fläche „Alter Leipziger Bahnhof“ muss eine andere Lösung gefunden werden, um diese Flächen neu zu entwickeln.“


Nicht geäußert haben sich:

WK 1 (Mitte): Manfred Evens (LP 1)
WK 2 (Neustadt): Christian Hille (LP 2)
WK 3 (Pieschen): Heidrun Geiler (LP 2)
WK 4 (Nord): Gabriela Janzsch (LP 2)
WK 5 (Elbhang): Martin Wosnitza (LP 2)
WK 6 (Striesen): Christian Scholz (LP 2)
WK 7 (Tolkewitz): Werner Schnuppe (LP 1), Dr. Rüdiger Liebold (LP 2)
WK 8 (Leuben): Karin-Carmen Strauß (LP 2)
WK 9 (Prohlis): Henry Thormeyer (LP 2)
WK 11 (Löbtau/Plauen): Christian Eichner (LP 1)
WK 12 (West): Ingrid Schnuppe (LP 2)

WK=Wahlkreis; LP=Listenplatz

 

PIRATEN

 

WK04 Piraten - 1 Bernd Aumayr

Bernd Aumayr (Listenplatz 1), Wahlkreis 4 (Nord)

„Dagegen, weil…’nicht mehrheitlich akzeptiert‘, ‚ausreichend Konumtempel‘, ‚Charakter der Gegend/Identifikation gestört‘, ‚Verkehrsströme vs. Lebensqualität und Klima‘, ‚Einzelhandel (Tante Emma) verhindert‘, ‚kein ‚Mehrwehrt` für BürgerInnen.‘ „


Florian Vogelmaier (Listenplatz 2), Wahlkreis 1 (Mitte)

„Globus ohne  mich – nicht jede Brache muss mit Einzelhandelsflächen verbaut werden. Ein Projekt dieser Größe passt nicht an diesen Standort. Ich unterstütze Freiraum für Kultur oder den Pieschenpark.“


WK07 Piraten - 2 Kay-KödelKay Ködel (Listenplatz 2), Wahlkreis 7 (Tolkewitz)

„Ich spreche mich klar gegen Globus an diesem Standort aus. In Pieschen besteht dringender Bedarf an Wohnungen. Genau dafür sollte das Gelände freigegeben werden. Ein riesiges Einkaufzentrum würde die Lage der Einzelhändler, der Anwohner und die Verkehrssituation in Pieschen deutlich verschlechtern.“


WK09 Piraten - 2 Olaf Freund

Olaf Freund (Listenplatz 2), Wahlkreis 9 (Prohlis)

„Dresden braucht preiswerten Wohnraum, offene Räume für Kultur, Begegnung und Kunst – über Alters- und soziale Grenzen hinweg. Die Mischung macht’s! Dresden braucht keinen weiteren Konsumtempel.“


WK10 Piraten - 1 Susann Dietzschold Stadtratskandidatin Piraten Dresden photo by Volker Müller

Susanne Dietzschold (Listenplatz 1), Wahlkreis 10 (Süd)

„Globus würde den kleinteiligen Einzelhandel ausdünnen. Ich werde mich nicht hierfür einsetzen, sondern für das Projekt Pieschenpark, welches einen öffentlichen Park und ein Wohnmischgebiet vorsieht.“

 


WK10 Piraten - 2 Thanh Binh Nguyen

Binh Nguyen (Listenplatz 2), Wahlkreis 10 (Süd)

„Das monofunktionale Großvorhaben Globus lehne ich ab. Ich bin für ein lebendiges Mischviertel mit Kultur- und Wohnraum, eingebettet in ausreichend Grünflächen. Pieschenpark statt Globus!“


WK11 PIRATEN-1 Norbert Engemaier

Norbert Engemaier (Listenplatz 1), Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

„Ich werde als Stadtrat das Globus-Projekt ablehnen. Das Gelände am Alten Leipziger Bahnhof soll für Wohnbebauung und Kulturprojekte verwendet werden – also für eine echte Aufwertung des Stadtviertels.“


Nicht geäußert haben sich:

WK 1 (Mitte): Christoph Steinke (LP 1)
WK 2 (Neustadt): Dr. Martin Schulte-Wissermann (LP 2)
WK 3 (Pieschen): Philipp Baumann (LP 2)
WK 4 (Nord): Andreas Kabus (LP 2)
WK 5 (Elbhang): Anna Vogelgesang (LP 1), Florian Unterburger (LP 2)
WK 6 (Striesen): Dr. Lutz Vehmann (LP 1), Karla Luhan (LP 2)
WK 7 (Tolkewitz): Jan Kabus (LP 1)
WK 8 (Leuben): Alexander Deuchert (LP 1), Benjamin Rous (LP 2)
WK 9 (Prohlis): Martin Gellrich (LP 1)
WK 11 (Löbtau/Plauen): Guido Heumer (LP 2)
WK 12 (West): Daniel Riebe (LP 1), Knut Michael (LP 2)

WK=Wahlkreis; LP=Listenplatz

 

AfD

 

WK08 AfD - 1 Harald Gilke

Harald Gilke (Listenplatz 1), Wahlkreis 8 (Leuben)

„Ich bin gegen den Globusmarkt, weil dies ein Verdrängungsmarkt ist und dadurch die kleinen Gewerbetreibenden in der Umgebung in ihrer Existenz bedroht sind. Bleiben bei Globus die Umsatzerlöse aus, wird der Markt wieder geschlossen und es bleibt wieder nur eine Investorruine übrig. Die Stadt verliert das Vertrauen der Kleinunternehmer.“


Nicht geäußert haben sich:

WK 1 (Mitte): Jörg Urban (LP 1), Matthias Lange (LP 2)
WK 2 (Neustadt): Michael Kater (LP 2)
WK 3 (Pieschen): Dr. Thomas Hartung (LP 2)
WK 4 (Nord): Hans-Joachim Klaudius (LP 1), Jürgen Schulz (LP 2)
WK 5 (Elbhang): Karin Wilke (LP 1), Hans-Holger Malcomeß (LP 2)
WK 6 (Striesen): Gerrit Winterboer (LP 1), Dr. Sven Dirks (LP 2)
WK 7 (Tolkewitz): Bernd Lommel (LP 1), Joachim Exner (LP 2)
WK 8 (Leuben): Ingolf Köcher (LP 2)
WK 9 (Prohlis): Detlev Cornelius (LP 1), Bernhard Kabitzsch (LP 2)
WK 11 (Löbtau/Plauen): Maik Augustin (LP 1), Ulrich Nauber (LP 2)
WK 12 (West): Stefan Vogel (LP 1), Wolf Braun (LP 2)

WK=Wahlkreis; LP=Listenplatz