Über 4.300 Unterschriften sind ein beachtliches Zeichen!

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Am MIttwoch hat die Bürgerinitiative „Wohnen am Leipziger Bahnhof“ ihre Petition zur Aufhebung des Globus-Bebauungsplanes an Oberbürgermeister Dirk Hilbert übergeben. Über 4.300 Unterschriften konnte die Initiative sammeln. Wir sehen uns dadurch in unserem jahrelangen Engagement bestätigt und bewerten die breite Unterstützung der Petition als ein starkes Zeichen für die städtebauliche Vernunft.

„Spätestens jetzt sollte die LINKE-Fraktion im Stadtrat eigentlich die Argumente für den Riesenmarkt am Alten Leipziger Bahnhof noch einmal eingehend prüfen“, kommentiert Jens Heinrich Zander, Architekt und Mitglied der Allianz für Dresden die Unterschriftenübergabe. „Wer jetzt noch auf einem Einkaufszentrum mit über 1.000 Parkplätzen im Herzen eines technik-historisch derart bedeutsamen Areals – Dresdens Kopfbahnhof der ersten deutschen Fernbahnlinie – beharrt, ignoriert den Willen der Dresdner Bürger und im Fall der LINKEN, vermutlich auch den Willen der eigenen Parteibasis.“

Besonders freut uns, dass die Initiative eine derart breite Unterstützung aus der Dresdner Bürgerschaft erfahren hat. Auch zahlreiche angesehene Persönlichkeiten, wie etwa der ehemalige Landeskonservator Professor Gerhard Glaser oder Thomas Will, Architekt und Professor für Denkmalpflege und Entwerfen an der TU Dresden, haben die Petition unterstützt. Besonders hervorzuheben ist das dabei sichtbar gewordene bürgerschaftliche Engagement in dieser Sache, welches eben nicht nur aus Pieschen kam, sondern auch aus vielen anderen Teilen Dresdens.

Schön auch, dass der Oberbürgermeister sich bei der Unterschriftenübergabe so wohlwollend zum Anliegen der Petition geäußert hat. Bereits im Mai 2015 hatte Dirk Hilbert uns gegenüber erklärt: ‚Ich war und bin kein Befürworter des Globus-Standortes an der Leipziger Straße.’

Wir teilen in jedem Fall uneingeschränkt das Anliegen der Bürgerinitiative, rund um den Alten Leipziger Bahnhof einen neuen Stadtteil mit Wohnungen, kleinen Geschäften, einem Büroanteil und viel Grün einschließlich Integration von Kulturspange und vorhandenem Gewerbe entstehen zu lassen. Schon 2014 entwickelten wir dazu eine Vision:

‚In einem kleinen Park mit Blick auf den Bahnhof Neustadt gehen Familien spazieren, Kinder toben sich auf einem Spielplatz aus, Rollerblader und Radfahrer sausen auf einem Weg, der dem Schienenstrang der ersten deutschen Fernlinienbahnlinie folgt, und Kulturinteressierte informieren sich am Veranstaltungskalender des Alten Leipziger Bahnhofs über die nächsten Highlights im historischen Gebäude, das frisch renoviert mitten in Dresdens neuem Wohn- und Geschäftsquartier liegt.’

Möge diese Idee endlich Wirklichkeit werden! Dresdens Stadträte haben es in der Hand.“

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